Praxis

Prämien richtig festlegen: 5, 10, 15 oder 20 Stempel – welche Stufe wann passt

Die Frage, die jeder Betrieb beim Einrichten stellt: Wie viele Stempel bis zur Prämie? Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an, wie oft ein Gast kommt – und die bessere Antwort ist, dass du dich nicht für eine Zahl entscheiden musst.

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Warum vier Stufen und keine Zahl

Eine Karte mit zwanzig Feldern ist für den Kaffeetrinker ein Marathon: Bis zur ersten Prämie vergehen Monate. Eine mit fünf Feldern ist für das Abendlokal zu schnell: Nach fünf Essen etwas zu verschenken lohnt sich nicht. Die eine richtige Zahl gibt es nicht, weil es den einen Gast nicht gibt.

Deshalb hat die Helora-Karte vier feste Stufen – 5, 10, 15 und 20 – und du belegst, was du anbieten willst. Jede belegte Stufe trägt eine Prämie. Wer nur die Zehn belegt, hat die klassische Zehnerkarte. Wer Fünf und Zwanzig belegt, gibt früh eine Kleinigkeit und am Ende etwas Großes – und der Gast entscheidet selbst, ob er früh mitnimmt oder wartet.

Die Stufen liegen in Fünferschritten, weil die Karte in Fünferreihen gezeichnet ist: Jede Stufe steht am Ende einer Reihe. Ein Gast sieht auf seiner Karte, wo die nächste Prämie liegt, ohne dass irgendwo eine Zahl stehen muss.

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Die Rechnung: eingelöst wird die Stufe, und sie wird abgezogen

Das ist die Regel, die man kennen muss, bevor man die Stufen belegt. Wer vier Stufen untereinander sieht, liest sie leicht als Treppe, auf der der Gast alles behält. Die Karte rechnet anders:

Dein Gast hat 12 Stempel und nimmt die Prämie ab 5. Dann werden 5 abgezogen, und 7 bleiben auf der Karte. Er sammelt weiter – und kann beim nächsten Mal die Zehnerstufe nehmen.

Was darüber liegt, bleibt also erhalten. Und die Karte ist erst bei deiner höchsten belegten Stufe voll: Dann gibt es keine neuen Stempel, bis eingelöst wird. Das Rechenbeispiel mit Grafik steht in der Hilfe unter „Wie funktioniert das Einlösen?“.

Für deine Kalkulation heißt das: Eine Prämie auf der Fünferstufe kostet dich potenziell alle fünf Besuche etwas. Sie sollte deshalb klein sein – ein Espresso, ein Brötchen, ein kleiner Betrag. Die Zwanzigerstufe darf groß sein, denn wer dorthin kommt, hat es sich verdient.

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Welche Stufe zu welchem Betrieb passt

Die Faustregel: Die erste Prämie sollte innerhalb weniger Wochen erreichbar sein, sonst vergisst der Gast die Karte. Wie viele Stempel das sind, hängt davon ab, wie oft er kommt.

  • Café, Bäckerei, Imbiss – Gäste kommen oft, der Bon ist klein. Belege die Fünf mit einer Kleinigkeit und die Zehn oder Zwanzig mit etwas Größerem. Der Mindestbestellwert für den Stempel bleibt niedrig.
  • Restaurant – Gäste kommen seltener, der Bon ist groß. Eine Zehnerstufe mit einer echten Prämie (ein Hauptgericht, ein fester Betrag) reicht oft; die Fünf kann ein Dessert oder ein Getränk sein.
  • Friseur, Kosmetik, Nagelstudio – ein Besuch ist ein Termin, alle paar Wochen. Die Fünf ist hier die richtige erste Stufe: Nach fünf Terminen eine Pflege gratis oder ein Rabatt. Die Prämie als freier Text passt, weil es keine Speisekarte gibt.
  • Einzelhandel – je nach Sortiment. Ein Laden mit vielen kleinen Einkäufen wie ein Café; ein Laden mit wenigen großen wie ein Restaurant. Ein Mindestbestellwert für den Stempel verhindert, dass der Kaugummi zählt.

Beim Einrichten zeigt dir die Karte an, wie stark sie bindet – von „Schwach“ bis „Stark“, allein nach der Zahl der belegten Stufen. Das ist keine Vorhersage, sondern ein Hinweis: Eine einzige Stufe passt entweder zum Kaffeetrinker oder zum Abendgast, nie zu beiden.

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Vier Prämienarten – und wann welche

  • Gratis-Artikel – ein Produkt von deiner Karte, mit Bild. Die klarste Prämie: Der Gast weiß genau, was er bekommt. Ideal für die erste Stufe.
  • Fester Betrag – ein Betrag, der vom Bon abgezogen wird. Flexibel für den Gast, kalkulierbar für dich. Gut für höhere Stufen.
  • Rabatt – ein Prozentsatz auf die Bestellung. Wirkt bei großen Bons stark, bei kleinen kaum. Passt zum Restaurant, weniger zum Kiosk.
  • Freier Text – „eine Haarkur gratis“, „ein Produkt nach Wahl“. Für Betriebe ohne Speisekarte; eingelöst wird an der Theke.

Eine Prämie je Stufe, und sie soll zum Bon passen: Auf der Fünferstufe eines Cafés ist ein Gratis-Kaffee richtig, ein fester Betrag in Höhe eines halben Frühstücks wäre zu viel. Beim Einrichten schlägt Helora zu jeder Stufe eine Prämie vor, die zu deinem Mindestbestellwert passt – du kannst sie übernehmen oder ändern.

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Zwei Mindestwerte, die man nicht verwechseln darf

Es gibt zwei Schwellen, und sie tun verschiedene Dinge:

  • Ab welchem Bestellwert gibt es einen Stempel? Das ist die Regel fürs Sammeln. Ein Bon darunter bringt keinen Stempel. Diese Zahl bestimmt auch, was ein Stempel ungefähr wert ist – und damit den Vorschlag für die Prämien.
  • Ab welchem Bestellwert darf eingelöst werden? Das ist die Regel fürs Einlösen, und sie ist in der Voreinstellung aus. Eine erreichte Prämie bleibt in jedem Fall erreicht – sie lässt sich nur auf einer zu kleinen Bestellung nicht einlösen. Der Gast sieht die Bedingung an der Prämie, nicht erst beim Absenden.

Beide Regler findest du im Stempelkarten-Studio unter „Regeln“. Die Hilfe beschreibt jeden Schritt.

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Was passiert, wenn du die Stufen später änderst

Jede Änderung gilt sofort – auch für Gäste, die schon sammeln. Das ist gewollt: Eine Prämie, die du heute einstellst, soll dein Gast heute sehen, nicht erst mit seiner nächsten Karte.

Der Preis dafür ist benannt: Streichst du eine Stufe, ist sie für den Gast weg, der darauf gespart hat. Deshalb sagt dir die App vor dem Speichern, wie viele Gäste ihre erreichte Prämie verlören und wie viele auf einen Schlag einlösen könnten. Eine Verbesserung – eine zusätzliche Stufe, eine größere Prämie – kannst du ohne Bedenken machen. Eine Verschlechterung überlegst du dir zweimal.

Was ein Gast schon gesammelt hat, bleibt ihm in jedem Fall erhalten. Wie das Programm insgesamt aufgebaut ist, steht im Leitfaden zur digitalen Stempelkarte; warum eine gute Prämie mehr ist als ein Rabatt, in Kundenbindung für kleine Betriebe.

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